Das Magazin für clubfreie Golfer:innen

Heißes Werkzeug aus alten Tagen
Bild: Friedrich W. Zimmermann
30.03.2026 / Mixed
Hickory-Golf: Tradition trifft Moderne!
Auf den Spuren der Zeit lebe die Tradition! Auch im Golfsport: Hickory-Golfende spielen die klassische Variante des modernen Golfsports, 2026 zum Beispiel Anfang Mai in Nauen und im August in Baden-Baden.
Autor:in: Imke Ulrich
Nostalgie ist auch im Gegenwartsgolf gefragt: Wer den Golfsport ebenso schätzt wie den eleganten Look des 20. Jahrhunderts, ist beim Hickory-Golf gut aufgehoben. Die 7. Berlin Hickory Open Championship findet in diesem Jahr am 2. Mai auf der Golfanlage Kallin statt und vom 14.-16. August bietet der Golf Club Baden-Baden bei der 18. German Open Hickory Championship Interessierten spannende Einblicke und die Möglichkeit zum Mitspielen.
Im Stil der 20er-Jahre gekleidet spielen Hickory-Golfende nach modernen Regeln, aber mit klassischer Ausrüstung: Sie schwingen altmodische Schläger, die aus amerikanischen Persimmon- oder Hickoryholz gefertigt, hart und gleichzeitig elastisch sind. Ihm verdankt diese besondere Variante des Golfspiels ihren Namen. Vor etwa 100 Jahren waren diese handgefertigten Schläger Standard. Sie wurden bis in die dreißiger Jahre des 20. Jahrhunderts hinein verwendet und trugen Namen wie „Niblick“, „Jigger“, „Spoon“ oder „Mashie“. Hickory-Golfende sind wahre Ästheten und erfreuen sich an den alten Schlägern und der nostalgischen Kleidung. Und das ist auch sehr gut so, denn die Historie des Golfsports wird dadurch am Leben erhalten.
Vom 14. bis 16. August 2026 findet im Golf Club Baden-Baden die 18. German Open Hickory Championship statt. Startplätze sind noch verfügbar und Zuschauerinnen und Zuschauer an allen Turniertagen herzlich willkommen. Weitere Informationen hier.
Im Stil der 20er-Jahre gekleidet spielen Hickory-Golfende nach modernen Regeln, aber mit klassischer Ausrüstung: Sie schwingen altmodische Schläger, die aus amerikanischen Persimmon- oder Hickoryholz gefertigt, hart und gleichzeitig elastisch sind. Ihm verdankt diese besondere Variante des Golfspiels ihren Namen. Vor etwa 100 Jahren waren diese handgefertigten Schläger Standard. Sie wurden bis in die dreißiger Jahre des 20. Jahrhunderts hinein verwendet und trugen Namen wie „Niblick“, „Jigger“, „Spoon“ oder „Mashie“. Hickory-Golfende sind wahre Ästheten und erfreuen sich an den alten Schlägern und der nostalgischen Kleidung. Und das ist auch sehr gut so, denn die Historie des Golfsports wird dadurch am Leben erhalten.
Brücke zwischen damals und heute
Hickory-Golf – auch Vintage Golf oder History Golf genannt – ist eine leicht melancholisch anmutende Variante des heutigen Golfsports. Es schlägt die Brücke zum ursprünglichen Golfspiel wie es vor etwa 400 Jahren in Schottland entwickelt wurde und auf den britischen Inseln seitdem gepflegt wird. Mit der Technisierung des Materials in den 1980er Jahren rückte diese historische Spielweise wieder ins öffentliche Bewusstsein: Seit Anfang der 1990er Jahre erfreut sich Hickory-Golf auch außerhalb Großbritanniens wachsender Beliebtheit. Gespielt werden die Turniere mit klassischen Schlägern. „Es gibt zwei Formen von Hickory-Golf, 1895er-Jahre Hickory-Golf sowie 1920er-Jahre Hickory-Golf. Ersteres wird tatsächlich mit Longnose Schlägern und Replica Gutta-Percha-, also Kautschuk-Golfbällen gespielt, jedoch nicht mit Featheries – den mit Federn gefüllten Golfbällen -, diese sind nämlich um 1850 „ausgestorben“ und durch den Kautschuk Golfball ersetzt worden“, so Dr. Beatrix Behrends-Steins, Vize-Präsidentin der German Hickory Golf Society e.V.. „Da es in Deutschland keine Golfplätze mehr aus der Zeit vor 1900 gibt – mit Ausnahme vielleicht des kleinen 6-Lochplatzes im Homburger Kurpark – spielen wir 1920er Jahre Golf, jedoch mit den heute üblichen Golfbällen nach den offiziell geltenden DGV-Regeln.“ Golftaschen waren ursprünglich nicht erlaubt, die Schläger wurden unter den Arm geklemmt, heute sind Golfbags natürlich dabei. „Gern genommen werden Vintage Golftaschen aus Leder samt Trolleys nach altem Baumuster“, so Dr. Behrends-Steins. „Die Spielenden nutzen Tees aus Holz, in wenigen Ausnahmefällen wurde aber auch schon ein Tee aus feuchtem Sand errichtet.“Back to the roots: Faszination des Retro-Golfs
Der Reiz des Hickory-Golfs liegt in der Ursprünglichkeit. Alles steht unter dem Motto ‚simplify the game’. So kommen zum Beispiel weniger Schläger als bei der heutigen, modernen Spielweise zum Einsatz. Mit diesen muss man mehr Kreativität und Präzision aufwenden, um einen guten Score zu erzielen. Abgesehen davon verzeihen einem die historischen Holzschläger keine Fehler. Einige Profis vertreten deshalb die Meinung, dass das häufige Spielen mit Hickory-Schlägern die sportliche Leistung verbessert. Hickory-Golf ist die Abkehr vom schnellen und techniklastigen Golf. Die Spielenden genießen die Nähe zur Natur – und die Entschleunigung, denn bei dieser nostalgischen Spielvariante zählen Tradition und Flair, aber natürlich auch der sportliche Wettkampf.Save the dates
Wer es ausprobieren oder zuschauen möchte: Am 2. Mai ist die Golfanlage Kallin in Nauen Austragungsort der 7. Berlin Hickory Open Championship über 18 Löcher. Interessiert? Die Anmeldung erfolgt direkt bei der Golfanlage Kallin oder über die PC-Caddie-App. Ein Kontingent an Leihschlägern ist vorhanden.Vom 14. bis 16. August 2026 findet im Golf Club Baden-Baden die 18. German Open Hickory Championship statt. Startplätze sind noch verfügbar und Zuschauerinnen und Zuschauer an allen Turniertagen herzlich willkommen. Weitere Informationen hier.