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Golf spielen ist auch mit Blick auf die Berge ein Vergnügen
Golf spielen ist auch mit Blick auf die Berge ein Vergnügen Bild: istock.com/michalzak
18.02.2026 / Mixed

Golfplatzarten

Über 1.000 Golfplätze gibt es in Deutschland, rund 40.000 weltweit – und doch ist keiner wie der andere. Die Palette reicht vom kompakten Übungsplatz bis zum anspruchsvollen Meisterschaftsplatz. Wir zeigen, warum Golfplätze weit mehr sind als nur Rasenflächen mit ein paar Löchern.

Autor:in: Johannes Podszun/Imke Ulrich
Lesedauer 5 MIN
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Golfplatzarten im Überblick

Golfplatzarten: Turnier- und Übungsplätze

Aus sportlicher Sicht unterscheidet man im Wesentlichen zwischen zwei Kategorien: den Übungsplätzen und den Turnierplätzen.
 
  • Übungsplätze sind vor allem zum Trainieren gedacht. Mit ihren kürzeren Bahnen bieten sie ideale Bedingungen für Einsteiger:innen und für das gezielte Üben von Annäherungen und des kurzen Spiels. Handicap-relevantes Spiel oder offizielle Turniere sind hier jedoch nicht möglich.
 
  • Turnierplätze hingegen erfüllen deutlich höhere Anforderungen. Auf ihnen kann handicap-relevant gespielt werden, da sie nach den internationalen Vorgaben des Course-Rating-Systems der United States Golf Association (USGA) geprüft und offiziell bewertet sind. Dieses sogenannte Course Rating bestätigt, dass der Platz für Turniere und handicap-relevante Privatrunden zugelassen ist.
     
Damit ein Golfplatz dieses Prädikat erhält, muss er im Wesentlichen zwei Bedingungen erfüllen: Er muss über 9 oder 18 Löcher verfügen – und er muss eine bestimmte Mindestlänge erreichen: 1.375 Meter bei 9 Löchern und 2.750 Meter bei 18 Löchern. Erst, wenn diese Kriterien erfüllt sind, kann ein offizielles Course Rating ermittelt werden– denn ohne Rating kann der Platz für handicap-relevante Runden nicht zugelassen werden.
 
Golfplatzarten: Lage und Beschaffenheit
 
Golfplätze lassen sich auch in Abhängigkeit ihrer Lage und ihres Erscheinungsbildes kategorisieren. Für diese Form der Einordnung spielen vor allem die Landschaft, die Vegetation, die Bodenbeschaffenheit und die klimatischen Rahmenbedingungen eine Rolle.
 
 
Parkland Courses
Der Parkland Course ist die klassische, im Binnenland gelegene Golfplatzart, die am weitesten verbreitet ist. Er zeichnet sich durch eine parkähnlich angelegte Umgebung inmitten einer saftigen Vegetation aus. Charakteristisch sind der reiche Baumbestand und meist sattgrüne, weiche Böden. Im Gegensatz zum rauen Links-Golf am Meer dominieren hier künstliche Wasserhindernisse und strategisch platzierte Bunker. Aufgrund des weicheren Bodens und des geringen Ausrollens des Balles erfordert das Spiel auf einem Parkland Course eine hohe Präzision – das gilt insbesondere für das Anspielen der Grüns.
 
Links Courses
Im Gegensatz zu dem Parkland Course liegt der Links Course nicht in einem waldigen, sehr grünen Gebiet, sondern in Küstennähe. Hier bestimmt die karge, vergleichsweise vegetationsarme Umgebung die Anlage. Der Platz ist von einer hügeligen, dünenartigen und sandigen Landschaft umgeben, in der keine Bäume, sondern diverse, oft hoch gewachsene Dünen-Gräser anzufinden sind. Charakteristisch sind zudem viele tiefe Bunker (Topfbunker) sowie starke Windeinflüsse.
 
Heathland Courses (Heideplatz)
Diese Plätze gelten als eine Art Inland-Version des Links Courses. Sie liegen nicht an einer Küste und in der Nähe eines Meeres, bieten aber einen ähnlich sandigen Boden. Charakteristisch sind weite Flächen mit Heidekraut, Ginster und vereinzelten Kiefern oder Birken. Der Boden ist sehr durchlässig, weshalb diese Plätze auch nach Regen schnell wieder fest und trocken sind.
 
Desert Courses (Wüstenplatz)
Eine besondere Herausforderung an die Pflege und Bewässerung bieten die in der Sandwüste gelegenen Plätze. Dazu gehören zum Beispiel der Platz des Emirates Golf Clubs in Dubai oder der Platz von TPC Scottsdale in Arizona (USA). Hier liegen saftig grüne Faiways inmitten einer kargen Wüstenlandschaft, umgeben von viel Sand und vereinzelten Kakteen. In der Regel gibt es bei diesen Plätzen kein Rough. Das heißt: Wer nicht den Rasen trifft, landet unmittelbar auf einem sandigen Boden – in der so genannten Waste Area.
 
Mountain Course (Gebirgsplatz)
Extreme Höhenunterschiede, schräge Lagen und oft atemberaubende Ausblicke sind besondere Merkmale des Mountain Courses. Er liegt eingebettet in einer bergigen Landschaft, oft umgeben von riesigen Bergmassiven. Aufgrund der Höhenunterscheide und Schräglagen bietet diese Plätze eine besondere spielerische Herausforderung. Denn nicht selten muss man „blind“ über Kuppen spielen oder die Schlägerwahl an ein starkes Gefälle anpassen.
 
Woodland Courses (Waldplatz)
Verwandt mit dem Parkland Course ist der Waldplatz. Er unterscheidet sich aber durch einen intensiven Bewuchs und sehr enge Bahnen, die oft wie Schneisen in den Wald geschnitten sind. Im Gegensatz zu den eher großzügig angelegten und breiten Fairways eines Parkland Courses bietet der Waldplatz kaum offene Flächen. Das macht das Spielen nicht gerade einfach. Denn jeder Ball, der nicht gerade fliegt, landet unweigerlich zwischen den Bäumen.
 
Stadium Courses
Bei diesen, meist sehr sportlichen und langen Plätzen steht nicht die Natur, sondern die Zuschauer im Mittelpunkt. Denn diese Plätze sind für große Turniere entworfen und gebaut worden. Entlang der Fairways verlaufen meist künstlich aufgeschüttete Hügel, die wie Tribünen wirken und den Zuschauern eine möglichst freie Sicht auf das Spielgeschehen ermöglichen.
 

Fazit: Das Wichtigste auf einen Blick

 
1. Welche Arten von Golfplätzen gibt es?
Man unterscheidet zwischen Übungsplätzen für Training und Einsteigerinnen und Einsteigern sowie Turnierplätzen, die offiziell geprüft und für handicap-relevantes Spiel zugelassen sind.


2. Wodurch unterscheiden sich Golfplätze in Lage und Landschaft?
Je nach Umgebung gibt es unterschiedliche Platztypen, etwa Parkland-, Links-, Heide-, Wüsten-, Gebirgs- oder Waldplätze, die das Spiel jeweils anders beeinflussen.


 
 
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