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Der Klassiker unter den Griffarten ist der hier zu sehende Overlap
Der Klassiker unter den Griffarten ist der hier zu sehende Overlap Bild: shutterstock.com/Daxiao Productions
14.01.2026 / Mixed

Golfgriffarten-Guide

Der richtige Griff ist die Basis für jeden erfolgreichen Golfschwung. Welche Golfgriffarten es gibt, welcher für Anfängerinnen und Anfänger oder Profis geeignet ist und wie typische Fehler vermieden werden können, zeigt dieser umfassende Überblick.
 

Autor:in: Johannes Podszun/Imke Ulrich
Lesedauer 4 MIN
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Der richtige Golfgriff

Die Art und Weise, wie Golfende den Schläger greifen, beeinflusst die Schlagfläche, die Flugbahn des Balls und die Stabilität während des gesamten Golfschwungs. Eine korrekte Griffhaltung sorgt dafür, dass die Handgelenke optimal arbeiten können und die Führungshand die Bewegung kontrolliert. Dabei spielt die Position der Handfläche und des Handrückens eine zentrale Rolle für die Golftechnik. Der Schlägergriff sollte fest, aber nicht verkrampft sein, damit der Handgelenkeinsatz während des Golfschwungs flüssig bleibt. Unterschiedliche Spielsituationen erfordern zudem angepasste Griffvarianten, etwa bei der Griffhaltung des Putters, des Pitching Wedges oder Drivers.
 

Die drei Hauptgriffarten

Im Golfsport haben sich drei Grifftechniken etabliert, die sich durch die Verbindung der Hände unterscheiden. Jede Art bietet spezifische Vorteile für verschiedene Spielertypen und Erfahrungsstufen. Während Anfänger:innen oft mit einer bestimmten Griffweise besser zurechtkommen, bevorzugen Profis Varianten, die mehr Kontrolle und Präzision ermöglichen. Aber wie hält man den Golfschläger nun richtig? In der Praxis kommen vor allem drei Griffarten zum Einsatz: der Interlock-, der Overlap- und der Baseball-Griff. Jede Griffart hat ihre Stärken und eignet sich für unterschiedliche Spielende. Es empfiehlt sich, sich den Griff von einem ausgebildeten Golf-Professional zeigen zu lassen und ihn unter professioneller Anleitung zu trainieren. Eine visuelle Ergänzung zu den folgenden Beschreibungen liefert das Video von BIRDIETRAIN.
 

Der Interlock-Griff

Beim Interlock-Griff werden der kleine Finger der unteren Hand und der Zeigefinger der Führungshand miteinander verschränkt. Die Führungshand ist immer die obere, also näher am Körper befindliche Hand. Sie übt den größeren Druck auf den Schläger aus und wird auch Kontakthand genannt. Der Interlock-Griff schafft eine feste Verbindung zwischen beiden Händen und bietet besonders viel Stabilität. Er eignet sich hervorragend für Spielende mit kleineren Händen oder kürzeren Fingern, da die Hände als Einheit agieren. Viele professionelle Spieler nutzen diese Griffart, weil sie einen kraftvollen und kontrollierten Schwung ermöglicht.


Der Overlap-Griff

Golfstun.de erklärt in dem Beitrag “Griffarten”, dass der Overlap-Griff, auch Vardon-Griff genannt, der am weitesten verbreitete Griff im professionellen Golfsport ist. Hierbei liegt der kleine Finger der unteren Hand auf dem Zwischenraum zwischen Zeigefinger und Mittelfinger der Führungshand. Diese Handhaltung erlaubt eine natürliche Bewegung der Handgelenke und fördert einen flüssigen Golfschwung. Besonders Spieler mit größeren Händen profitieren von dieser Griffweise, da sie eine ausgezeichnete Balance zwischen Kraft, Kontrolle und Stabilität bietet.

 

Der Baseball-Griff

Beim Baseball-Griff greifen alle zehn Finger den Schläger, ohne dass eine Überlappung oder Verschränkung stattfindet. Diese Griffhaltung erinnert an Baseball und ist besonders als Griff für Anfängerinnen und Anfänger geeignet. Der Griff bietet maximale Kraft und ist leicht zu erlernen, da keine komplexe Fingerpositionierung erforderlich ist. Auch Golfende mit weniger Handkraft oder empfindlichen Handgelenken finden in dieser Griffvariante oft die beste Lösung.


V.l.n.r. Die drei Griffarten: Overlap, Baseball und Interlock
 

Häufige Fehler und Tipps

Ein häufiger Fehler ist ein zu fester oder zu lockerer Golfgriff, der entweder zu Verkrampfungen oder zu wenig Kontrolle über die Schlagfläche führt. Ein weiteres Problem ist die falsche Positionierung der Handfläche, wodurch die Schlagfläche beim Treffmoment nicht optimal ausgerichtet ist. Ein schwacher Golfgriff entsteht, wenn beide Hände zu weit nach links gedreht sind, was dazu führt, dass die Schlagfläche offenbleibt und der Ball nach rechts fliegt. Bei der Griffhaltung sollte die Führungshand so positioniert sein, dass zwei bis drei Knöchel sichtbar sind. Ein praktischer Trainingstipp ist es, regelmäßig die Griffposition zu überprüfen und bewusst auf die Spannung in den Händen zu achten. Für Rechtshänder:innen gilt in der Regel, dass die linke Hand die Führungshand ist, während bei der Griffhaltung der Linkshänder:innen die rechte Hand führt. Typische Fehler können durch gezielte Griffübungen schrittweise korrigiert werden.
 

Übungen für den Griff

Eine einfache Übung ist das bewusste Greifen des Schlägers vor dem Spiegel, um die korrekte Position von Hand und Fingern zu kontrollieren. Dabei sollte besonders auf die Ausrichtung der Handfläche, die Stellung des Handrückens und eine neutrale Handhaltung geachtet werden. Eine weitere effektive Methode ist das Halten des Schlägers für mehrere Minuten in verschiedenen Griffvarianten, um ein Gefühl für die unterschiedlichen Grifftechniken zu entwickeln. Auch das Schwingen ohne Ball, bei dem der Fokus auf dem Handgelenkeinsatz liegt, verbessert die Grifftechnik nachhaltig. Für die Praxis auf dem Platz empfiehlt es sich, vor jedem Schlag in jeder Spielsituation bewusst die Griffhaltung zu kontrollieren und bei Bedarf anzupassen. Diese Tipps helfen dabei, verschiedene Griffarten zu verinnerlichen und ein besseres Gefühl beim Greifen zu entwickeln. Der richtige Griff ist damit eine wesentliche Grundlage für jede langfristige Verbesserung der Golftechnik und sollte durch regelmäßige Übungen trainiert werden. Wobei neben der richtigen Handhaltung, auch das Material, aus dem der Griff des Schlägers besteht, äußerst wichtig ist, wie all4golf-Experte Timo Carl erklärt.
 

 
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