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Das Magazin für clubfreie Golfer:innen
Wasser ja, Alkohol nein auf dem Platz
Wasser ja, Alkohol nein auf dem Platz Bild: shutterstock.com/m.kru
16.01.2020 / Blog

Drink ...

… and drive, aber bitte das Richtige, möglichst ohne Umdrehung: Auf vielen anglophonen Golfplätzen sieht man ein Schild mit der Ermahnung "Don't drink and drive" – am ersten Abschlag! Dazu eine eindeutige Karikatur, auf der ein schwankender Mann (!) mit einem überdimensionierten Driver auf eine dreifach verzerrte Fahne zielt.

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Kommerz mit Schlag

Das sei überhaupt nicht witzig, empört sich der auftauchende Marshall und erzählt von Querschlägern, lautstarken Pöbeleien und einem Buggy-Crash mit drei Fahrzeugen und Personenschaden. Außerdem hätten schon die Gunmen im Wilden Westen gewusst, dass Alkohol kein gutes Zielwasser abgebe, aber die, die es brauchten, um das morgendliche Händezittern abzustellen, seien immerhin glücklich gestorben. Das gibt uns zu denken. Merkwürdig nur, dass fast all diese Plätze zwar das Mitbringen von Alkohol verbieten (und sanktionieren), aber den Verkauf im Clubhaus mitnichten auf Genuss nach der Runde beschränken – Kommerz schlägt Fürsorge.
 

Spiel mit Schuss 

Der Zeitgeist hat im Profisport Hersteller geistiger Getränke als Turniersponsoren weitgehend verdrängt, auch bei den Amateuren ist die Zahl der Fun-Turniere mit Glühwein an der Neun, Stamperl statt Putt oder Weinverkostung nach jedem dritten Loch in den Promillebereich gesunken. Trotzdem kann gerade in der kommenden kalten Jahreszeit und in wettbewerbsfreier Runde der Schuss Rum im Tee oder Wodka in heißer Schokolade den Unterschied ausmachen zwischen lustlosem Gebibber und Spielspaß. Es ist doch kein Zufall, dass die Schotten die Erfinder von Golf UND Whisky (oder die Holländer von Golf UND Genever) sind. 
 

Genuss mit Maß

Fest steht: Mit Sprit spielst du wahrscheinlich nicht besser, aber schlechte Schläge machen dir nicht mehr so viel aus. Jedoch egal, ob vor, während oder nach der Runde: Allzu viel Blau hat im Spiel nichts zu suchen, auch nicht beim Nur-Turnier-Zuschauen. Es ist störend für die anderen – und zudem scoregefährdend. Anders als heute mussten in der „guten“ alten Zeit weder Billy the Kid noch Old Tom Morris fürchten, auf dem Heimweg einen Sheriff mit Kelle und Pusteröhrchen zu treffen.                                                                                                                        
 

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