Monica Deniers/WPF - Sind sich auch auf dem Grün grün: Monica Deniers und Wolfgang Fassbender

Golfer-Ehe!

40 Tage, 40 Teetimes: Es heißt, die besten Ideen habe man auf dem Klo. Folgerichtig fällt mir das „long term stay & play“-Angebot an der Toilettentür eines portugiesischen Golfclubs ins Auge. „Unlimited golf“ und Polohemd statt Wollpullover, das hat was. Aber 6.000 Kilometer mit dem Liebsten in einem Auto, sechs Wochen auf engem Raum und beim gemeinsamem Abschlag, ob das gut geht? Es geht – mit sieben goldenen Regeln für eine glückliche Urlaubs-Ehe im Gepäck:

Wer gewagt, gewinnt

Mein Mann und ich bevorzugen einen unterschiedlichen Fahrstil und sind als Beifahrer schwierig. Kompromiss und Regel 1: Er fliegt eine Woche früher und golft mit Freunden, ich trödele mit Freundin sieben Tage im Auto durch Frankreich, Spanien und Portugal und transportiere das Nötige. Wegen der besseren Ausweichmöglichkeiten (Regel 2) entscheiden wir uns für ein geräumiges Apartment mit Reinigungsservice, also kein Streit um lästige Hausarbeiten (Regel 3). Als der Veranstalter uns die stolze Liste mit 40 morgendlichen Startzeiten übermittelt und versichert, es könnten noch Nachmittagsrunden gebucht werden, sind wir uns schnell einig: Es muss nicht immer Golf sein (Regel 4).

Fingerspitzengefühl gefragt

Der Gatte bummelt gerne durch Einkaufsstraßen, ich bin für wilde Natur und alte Steine. Wir geben uns tolerant (Regel 5) und versuchen gemeinsam beides – funktioniert. Auf dem Platz gilt: Eine gute Ehefrau spielt nicht besser als ihr Angetrauter (Regel 6)! An den meisten Tagen ist das kein Problem, schon gar nicht, wenn ich eine meiner „Golf ist nur ein blödes Spiel“-Phasen erwische. Die Menge der Runden bringt es jedoch mit sich, dass auch der Partner manchmal schwächelt. Jetzt ist Fingerspitzengefühl gefragt (Regel 7): Die Damenabschläge auf diesem Platz liegen wirklich unverschämt weit vorne, die Hindernisse allzu frauenfreundlich. Und ER war mir immer so ein guter Lehrmeister, da gelingt schon mal ein perfekter Schlag. Wir zocken um den Drink im Clubhaus, und wenn der Gute den „last (putt) in“ gewinnt ist die Welt wieder in Ordnung (Regel 7a). 

Nur die gemeinsame Heimfahrt wird dann doch etwas stressig. Nächstes Jahr buche ich für den Mann auch einen Rückflug.

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