Foto: GC Stromberg-Schindeldorf e.V. - Malerisch und Herausfordernd

Golferlebnis

Zwei Frauen, zwei Spielstärken, eine Mission und ein Platz: Wir, die VcG-Mitarbeiterinnen Leonie Busch und Natalie Nickel, haben den GC Stromberg als Einsteigerin und fortgeschrittene Golferin erlebt, aus diesen unterschiedlichen Perspektiven wahrgenommen – und genossen. Unser Fazit: Über Täler, Wiesen, Felder und Wälder geht es beim GC Stromberg sowohl physisch als auch psychisch auf und ab …

Tiger & Rabbit 

Golfen mit schönster Aussicht: Landschaftlich ist der GC Stromberg inmitten des Soonwaldes ein Traum, aber spielerisch eine große Herausforderung. Die teilweise sehr schmal in den Wald geschnittenen Spielbahnen entpuppen sich als Fluch und Segen zugleich. Zum Glück gibt es ein schönes Hotel mit einem neu eröffneten Spa-Bereich und ein attraktives Angebot für VcGler … Als Rabbit (Leonie Busch) und Tiger (Natalie Nickel) haben wir Platz und Hotel auf die Probe gestellt.

Auf nach Stromberg

Rabbit: Seit drei Jahren habe ich die Golfschläger nicht mehr in der Hand gehabt. Morgen werde ich das ändern und bin schon jetzt nervös. Das Bag ist gepackt und mit einer ordentlichen Anzahl an Bällen ausgestattet – man weiß ja nie, wie viele man auf der Runde verballert. Ich gehe mit einem angenehmen Bauchkribbeln ins Bett. Am nächsten Morgen genieße ich mit Natalie die kurze Anreise, Stromberg ist von Wiesbaden nur rund 30 Minuten entfernt. Wir freuen uns auf zwei Tage Entspannung und Golf. 

Tiger: Glück muss man haben: Die Sonne lacht und im beschaulichen Stromberg leuchten die pittoresken Fachwerkhäuser wie Puppenhäuschen. Die Vorfreude steigt. Auf einer Anhöhe erscheint das Land & Golf Hotel Stromberg vor unseren Augen. Wir tauchen ein in die Ruhe und Entspannung dieser beschaulichen Landschaft. Herzlich werden wir an der Rezeption begrüßt, unsere Zimmer sind schon fertig, Wellness und Massage für den Nachmittag gebucht. Aber jetzt wollen wir erstmal auf den Platz und haben für 10 Uhr eine Teetime reserviert. Nett sind sie hier im Sekretariat und schicken uns gleich mit einem Cart auf die Runde. Schnell noch ein Körbchen Bälle auf der hotelnahen Range zum Einschwingen und los geht’s! 

Malerisch und herausfordernd

Tiger: Schon stehen wir an Tee 1. Herrlich ruhig ist es hier. Außer dem Vogelgezwitscher ist nichts zu hören. Kein Wunder: Die Bahn ist rechts und links von dichtem Wald umsäumt. Eigentlich eine gerade, unspektakuläre Bahn. Malerisch, aber gefährlich, denn das Fairway ist schmal. Ich wage trotzdem den Driver und werde mit einem Ball Mitte Bahn belohnt. Bahn 2 führt mehr bergauf. Ein leichtes Dogleg nach rechts. Das Fairway wird noch schmaler, das Vogelgezwitscher noch lauter. Weiter geht’s im Zickzack bergab zum dritten Loch. Wir sind dankbar, mit einem Cart unterwegs zu sein, denn durch den hohen, alten Baumbestand haben wir die Übersicht verloren. Diesmal geht das Dogleg nach links und ich spiele ein Eisen 6 in die Mitte. Für den zweiten Schlag braucht’s dann noch einen Hybrid, um die langen 250 Meter zum Grün zu überwinden. Doch keine Angst: Wenn man von der Bahn abkommt, liegt der Ball meist im Wald gut sicht- und spielbar. 

Rabbit: Der erste Schlag steht an. Tief durchatmen, Konzentration, den Ball aufteen und los … es läuft gar nicht schlecht und ich spüre wieder den Spaß, der mich vor einigen Jahren die Platzreife machen ließ. Beschwingt machen wir uns auf den Weg und ich stelle mich der Herausforderung der engen Bahnen. An der Seite meiner erfahrenen Mitspielerin verfliegt die Angst vor den Schlägen. Ich merke die zunehmende Entspannung und freue mich über die netten Worte der anderen Spieler auf dem Platz, die durchweg positiv auf meinen Anfängerstatus reagieren: „Ach, wir waren auch mal Anfänger, viel Spaß und danke fürs Durchspielen.“ Der große Vorteil ist, dass in Stromberg nur alle zehn Minuten gestartet wird. Wir kommen kaum jemandem in die Quere, obwohl wir noch Fotos und ein paar witzige Selfies schießen.      

Golfen in der Rheinhessischen Toskana

Tiger: Immer weiter entfernen wir uns vom Hotel. Und nun folgen die landschaftlich sehr schönen Bahnen 6 bis 10, von denen man permanent den Blick auf Stromberg und das herrliche Guldental mit seinen malerischen Weinbergen, Wiesen und Feldern hat. Man nennt die Gegend auch Rheinhessische Toskana und kann hier an schönen Tagen wie heute bis nach Bad Kreuznach und zum Donnersberg schauen. Vom sechsten Grün an eröffnen sich die herrlichen Ausblicke. Spielerisch ist es recht anspruchsvoll, denn abgesehen von dem dichten Baumbestand befindet man sich permanent in Hanglage. Selbst wenn man scheinbar eben spielt, hängen die Bahnen alle schief, sodass man immer genau schauen muss, welche Seite man anspielt, damit der Ball in der Mitte der Bahn liegen bleibt. Besonders Bahn 8 ist nicht umsonst als schwierigstes Loch eingestuft: Man muss sehr weit links anspielen, weil die Spielbahn nach rechts hängt. Hinzu kommt ein Nadelöhr, in das sich die Spielbahn zum Grün hin verjüngt. Leonie lässt sich davon nicht beeindrucken und hat ihre anfängliche Nervosität längst abgelegt. Wir freuen uns über die unbeschwerte Atmosphäre - genießen und spielen einfach.

Rabbit: An Bahn 7 gelingt mir ein Boogey, was für eine Freude – ich schwebe auf Wolke 7, spüre jedoch, dass mir zunehmend die Konzentration flöten geht. Nach neun Löchern würde ich eigentlich gerne ins Hotel und mich auf den schönen SPA-Bereich konzentrieren. Geht aber nicht, denn Natalie kommt jetzt erst richtig in Fahrt. An den Par-5-Löchern zeigt sich ihr Können besonders – ich merke, Trainerstunden und Spielpraxis muss ich dringend nachholen. Es läuft insgesamt deutlich besser als erwartet und trotz der engen Bahnen in Stromberg fühle ich mich nicht überfordert auf dem Platz. Das liegt vor allem an dem netten und entspannten Klima und auch an den Tipps, die ich von Natalie bekomme.

Golf und Genuss

Tiger: An Bahn 9 ist man am äußersten Rand des Platzes, wer nur neun Löcher spielt, hat es von hier aus also weit zurück. Ein Grund mehr, die 18-Löcher-Runde zu spielen. Auf Bahn 9 landet man mit seinem Driver glücklich vor den fünf imposanten Ahornbäumen, die Grün 6 bewachen. Dann macht die Bahn einen Knick und man muss ein kurzes Eisen nehmen, um auf die weiterführende Parallelbahn zu kommen. Danach geht es wieder in den dichten Wald zurück. Teilweise wird’s nun wieder hügelig und geht bergauf. Zwischen den Löchern müssen oft beachtliche Wege zurückgelegt werden. Bahn 15 endet am Hotel, sodass man sich hier vorzeitig aus der Runde verabschieden könnte. Ruhe und Gelassenheit herrschen auch hier und begleiten uns über den Rest des Tages. Für die letzten drei Löcher müssen wir nochmal vorbei am Hotel und auf die andere Seite. Hier liegen ebenfalls dicht bewaldet zwei lange Par 5 und ein kurzes Par 3 als Bindeglied. Alles in allem ein spannender und sehr fairer Platz, wenn man weiß, wo man die Bälle platzieren muss.

Rabbit: Glücklich und erledigt plane ich an Bahn 18 gedanklich schon meinen nächsten Stromberg-Besuch und freue mich auf das Ausruhen im Gartenrestaurant. Als VcG-Mitglied profitiere ich von dem tollen Greenfee-Rabatt und bekomme zusätzlich einen Kaffee und ein Stück Kuchen nach der Runde geschenkt! Toll, so macht der Tag in Stromberg besonderen Spaß! Nach dem Kaffeegenuss beziehen wir die ruhig gelegenen Zimmer und gehen in den SPA-Bereich, der kaum Wünsche offen lässt. Wir freuen uns auf die 30-minütige Golf-Massage sowie eine klassische Rückenmassage – ein wundervolles und entspannendes Erlebnis, das den Tag schon vor dem leckeren 4-Gänge-Menü am Abend abrundet. Wunschlos glücklich und zufrieden fallen wir ins Bett. 

Zum Wohlfühlen und Wiederkommen!

Tiger: Herrlich so eine Auszeit vom Büroalltag, vor allem wenn einem wie hier in Stromberg überall nur Freundlichkeit und Gastfreundschaft begegnen. Und wer nach dem Naturerlebnis Golf noch nicht in der Mitte ist, findet seine Balance und Energie im mit viel Liebe zum Detail gestalteten, neu eröffneten Wellness-Bereich wieder. Spätestens beim Barfuß-Gang durch den Sauna-Garten zur Außensauna will man hier nicht mehr weg. Wohlig fühlen wir uns, als wir nach dem Abendessen auf unser Zimmer gehen. Durch das geöffnete Fenster hört man nun nur das Rascheln der Bäume – und am nächsten Morgen ein paar Bälle, die auf der Driving-Range geschlagen werden. Als wir nach dem Frühstück das Zimmer verlassen, steht die Tür vom Zimmer gegenüber offen und das Zimmermädchen singt beim Bettenmachen ein Liedchen. Irgendwie bezeichnend für die entspannte Atmosphäre, die hier herrscht. Wir kommen sehr gerne wieder!