Zum "Tag der Jogginghose": Dem Winter Beine machen

Die Jogginghose: Nicht nur Hip-Hopper und Prolls, sondern auch Mütter, Manager und Promis zeigen sich öffentlich gern in Schlabberbüx. Der Weltjogginghosentag mag zum Nacheifern anregen. Vielleicht erinnert er den einen oder anderen aber auch daran, dass das bequeme Beinkleid eigentlich eine Sporthose ist.

Wer eine Jogginghose trägt, muss nicht, wie Karl Lagerfeld meint, die „Kontrolle über sein Leben verloren haben“* - im Gegenteil. Als Sportbekleidung erfüllt sie durchaus positive Zwecke: „Neben einer gesunden, vita-minreichen Ernährung ist in der ungemütlichen Jahreszeit vor allem die richtige sportliche Betätigung wichtig, um die eigenen Abwehrkräfte auf Trab zu halten“, weiß Dr. Petra Sommer, leitende Ärztin im Kurhaus am Maasberg in Bad Sobernheim. Outdoor-Sportarten wie Joggen, Radfahren, Nordic Walking und Golf sind jetzt ideal.

Aktiv gegen Erkältungen

„Moderate körperliche Belastungen wirken auf das Immunsystem stimulierend. Wichtig ist aber, den Körper nicht zu überlasten“, so Dr. Sommer. Die richtige sportliche Dosis ist also entscheidend, wenn man fit und gesund durch die nasskalte Jahreszeit kommen will, aber auch die Wahl der Sportstätte. Ob nun in Jogginghose oder Funktionskleidung: Nur wer sich auch bei schlechtem Wetter vor die Tür traut, kommt mit Viren und Bakterien in Kontakt. „Was sich im ersten Moment gefährlich anhört, unterstützt die Immunisierung zusätzlich. Der Körper produziert gegen die Viren entsprechende Abwehrstoffe und ist nicht mehr so anfällig für Erkältungskrankheiten“, so Dr. Sommer.

Schläger- statt Taschentuch

Auf besonders schonende Weise stärkt der Golfsport den Körper: Auf der Runde wechselt sich von Loch zu Loch die sportliche Betätigung immer wieder mit wichtigen Erholungsphasen ab. „Die Gefahr einer Überlastung ist beim Golfen nicht gegeben. Das Immunsystem findet auf dem Golfplatz ideale Bedingungen vor, um körpereigene Abwehrzellen zu produzieren“, erklärt Dr. Sommer. Zudem wirkt sich auch der große Relax-Faktor positiv aus: In der natürlichen Umgebung eines Golfplatzes kann man zwischen den Schlägen entspannen und den Stress des Alltags abbauen, der die Abwehrkräfte unnötig schwächt. Nach dem Golfen ist ein Absinken des Cortisol-Spiegels festzustellen. „Ein eindeutiges Zeichen dafür, dass Stress abgebaut wird“, so die Ärztin. Und Golfen hilft nachweislich gegen den Winterblues: Durch den starken Anstieg des Dopamin- und des Serotonin-Spiegels erlebt der Golfer eine Art Glücksrausch. „Beim Golf sind die Werte häufig höher als beim Marathon, Tennis oder Fußball“, weiß Dr. Sommer.

Vom Grün auf die Couch

Besonders wichtig beim Golfspielen ist es jetzt, wie bei jedem anderen Outdoor-Sport auch, sich vor der Runde richtig aufzuwärmen. Für alle Kälte liebenden Golfer gilt daher vor allem im Winter: Aufwärmtraining für zehn bis 15 Minuten vor der Runde übers Grün ist Pflicht. Insbesondere das Herz-Kreislauf-System muss aktiviert werden, indem man beispielsweise auf der Stelle läuft und mit den Armen rudert. Funktionskleidung, die nicht beim Spielen einschränkt, sowie dünne Golfhandschuhe steigern das Wohlbefinden auf dem winterlichen Platz. „Also, rauf aufs Grün, jetzt ist eine gute Zeit zum Trainieren“, so VcG-Geschäftsführer Marco Paeke. „Und danach rein in die Jogginghose und auf der Couch entspannen oder knuddeln! Schließlich ist der 21. Januar nicht nur der Weltjogginghosentag, sondern auch der offizielle Weltknuddeltag.“

* de.wikiquote.org/wiki/Karl_Lagerfeld

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