VcG-Get-together Köln macht Lust auf mehr

Mit dem Versprechen “Ideal für alle, die über wenig Erfahrung auf dem Platz verfügen…” kündigte die VcG das Get-together an. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich bereits die Einsicht gewonnen, das Training auf dem Golfplatz wesentlich effektiver ist, als auf der Driving Range einen Ball nach dem anderen zu verschlagen. Kurzum meldeten meine Frau und ich uns zu dem Event an und mit jedem Tag stieg die Vorfreude.

VcG-Get-together in Köln. Foto: VcG.Als Anfänger hatten wir große Hemmungen, alleine eine Startzeit zu buchen und das Spiel auf dem Platz zu suchen. Die Angst vor Blamage und davor, erfahrene Golfer zu stören, hielten uns zunächst von diesem Schritt ab. Hinzu kam, dass die Golfclubs in unserer näheren Umgebung das Spiel auf dem Platz für Nichtmitglieder stark erschweren.

Auf den meisten Golfanlagen in unserer Heimat Wuppertal ist das Spiel gegen Greenfee nur ab Handicap -36 möglich, Anlagen jedoch, die Handicap -54 erlauben, machen das Spiel für VcG-Mitglieder vergleichsweise teurer als für Clubmitglieder oder versperren den Zugang mit fadenscheinigen Ausreden.

Das ständige Spiel auf dem Kurzplatz ist anfangs sicherlich hilfreich, nur auf Dauer langweilig und nicht förderlich dafür, das Feuer für den Golfsport am brennen zu erhalten. Unsere Trainerin Hanna drängte uns schlussendlich dazu, endlich alleine auch auf große Plätze zu gehen, denn ihrer Überzeugung nach kann nur in realistischen Spielsituationen das theoretisch erworbene Wissen stabilisiert und angewendet werden.

So erschien uns die Teilnahme am VcG-Get-together auf der öffentlichen Golfanlage Köln-Roggendorf im April 2016 als günstige Gelegenheit, endlich mit dem Spiel auf dem Platz zu beginnen.

Zwei Tage vor dem Event bekam ich eine SMS mit der Startzeit und den Namen meiner Flightpartner. Aus Neugierde loggte ich mich in der VcG-Community ein und suchte meine Spielpartner im Mitgliederbereich. Die Vorfreude wich dem Entsetzen als ich sah, dass Flightpartner Peter mit einem Handicap von -36 daherkam und Flightpartner Harald gar mit Handicap -10,8. “Oh je”, dachte ich mir, “die werden ja ihre Freude mit einem blutigen Anfänger im Flight haben. Das kann ja heiter werden.”

Jedoch wurde alles anders und wesentlich besser, als ich zu hoffen gewagt hatte. An der Anlage in Köln angekommen, wurden wir von dem VcG-Team herzlich empfangen und freuten uns über Maskottchen VcG-Volker als Headcover, der heute als Glücksbringer das Bag meiner Frau ziert.

Nach kurzer Einweisung ging es erst einmal auf die Driving Range, wo wir uns warmspielen konnten und von dem anwesenden Pro noch ein paar nützliche Tipps bekamen.

Am ersten Tee sah ich dann zum ersten Mal sah ich meine Flightpartner. Auf Anhieb waren beide sympathisch, es wurde gescherzt und beim obligatorischen Flightfoto gemeinsam gelacht. So locker, hoffte ich, könne es dann doch nur weitergehen.

Nachdem Harald seinen Ball sichtlich einfach auf Höhe des Dogleg-Abzweiges schlug und Peter einen schönen Ball auf dem Fairway platzierte stand ich, dass Holz 5 gezückt, mit mulmigem Gefühl am Abschlag. Ich spürte die Blicke aller Zuschauer auf meinem Rücken brennen.

Nach vorne blickend konzentrierte ich mich auf die Situation. Hinter dem Abschlag zunächst ein langes Rough, dass Fairway öffnet sich nach links und vom Abschlag bishin zum Abzweig des rechts weisenden Dogleg ziehen sich Büsche und Bäume. Ähnlich einer Beschwörung dachte ich, “Bitte jetzt keinen Slice, lass mich einen guten Start hinlegen”. Ein Schwung und Treffer… der Ball flog hoch… und mit nur wenig Push-Slice kurz vor einen Bunker. Zumindest nicht darin und nicht im Rough. Der Ball war im Spiel, alles war gut und gemeinsam zogen wir los.

Das Loch lief einwandfrei und vier Schläge später konnte ich den Ball einlochen. “Gar nicht schlecht, das war unter Deinem Netto-Par”, lobten mich Harald und Peter. Ermutigt zogen wir weiter und die Nervosität verschwand vollständig, als Harald klarstellte, dass wir doch an diesem Tag gemeinsam Golf spielen, um Spaß zu haben. Ohne Zeitdruck und ohne Ergebnisorientierung, mit lockerer Regelauslegung, wie es für Privatrunden eben üblich sei.

Alle meine Befürchtungen lösten sich in Luft auf und es folgte ein wunderbarer Golftag. Ein bisschen Regen, viel Sonne, jede Menge gute Laune und ein Bündel an Tipps und Kniffen, die mein Golfspiel positiv beeinflusst haben.

Später am Loch 9 waren wir uns einig, dass es ein toller Tag war. Harald, der schon immer mal auf dem Platz in Roggendorf spielen wollte, konnte endlich die Gunst der Stunde nutzen. Peter, der vorher Fernmitglied war, fand das gesamte Treffen unter Gleichgesinnten einfach nur Spitze. Für mich, als blutiger Anfänger, war das Get-together ein großartiges Event, welches mir einen wegweisenden Schub in die richtige Richtung gegeben hat.

Fazit: Weiter so VcG – bitte mehr davon. Mit diesen Events schafft Ihr Golfer, die dem Sport treu bleiben!

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