Schwingen statt sitzen

Müßiggang ade – das beste Anti-Aging-Mittel für Körper und Seele ist der Sport, erfuhr die Vereinigung clubfreier Golfspieler von Dr. med. Claudia Walther, Fachärztin für innere Medizin und Kardiologie an der Kerckhoff-Klinik Bad Nauheim.

Schwingen statt schwitzen. Quelle: Gustavo Frazo/Shutterstock.comMehr als die Hälfte der Deutschen sind 40 Jahre und älter.* Auch wenn sie sich jung fühlen, alterstypische Rückbildungsprozesse lassen sich mit zunehmendem Alter nicht verhindern. Sie können durch eine gesunde Ernährung und vor allem durch Bewegung aber hinausgezögert werden.**Sport gilt als effektivste Anti-Aging-Methode.*** „Zahlreiche Studien belegen den positiven Effekt von Sport auf altersbedingte Veränderungen, die physische Belastbarkeit und die Gesundheit im Allgemeinen“, bestätigt Dr. med. Walther. „Bewegung und moderate Sportarten wie Golfen, Nordic Walking und Schwimmen halten Körper und Geist fit!“

Starkes Herz – starke Muskeln

Mit den Jahren verändert sich vor allem das Herz-Kreislauf-System gravierend, was zu Krankheiten wie zum Beispiel Bluthochdruck führen kann. Die Blutgefäße verlieren an Elastizität, verengen sich, können verstopfen. Es kann zu Kreislaufproblemen kommen.** Körperliche Aktivität kann diese Beschwerden lindern: Sie steigert die Durchblutung, der Herzmuskel arbeitet aktiver, der Blutdruck sinkt, alle Organe werden besser mit Sauerstoff versorgt, Kreislauf und Atmung kommen in Schwung: „Bei Menschen mit Herzerkrankungen oder Bluthochdruck können durch die moderate Bewegung positive Effekte auf das Herz-Kreislaufsystem ausgeübt werden“, so Dr. med. Walther. „Sportlich aktive Personen haben ein signifikant niedrigeres Risiko an einem Herzinfarkt zu sterben oder eine koronare Herzerkrankung zu erleiden als inaktive Personen.“

Bewegung als Lebenselixier

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt für Erwachsene mindestens 150 Minuten moderate Aktivität in der Woche: „Golf gehört zu den Sportarten mit geringer bis moderater Intensität. Es ist verletzungsarm und gelenkschonend und kann ohne Bedenken für Menschen jeden Alters empfohlen werden“, so Dr. med. Walther. Beim Golfspielen finde ein ganzheitliches Muskeltraining statt, das insbesondere älteren Menschen zugutekomme, so die Ärztin. Durch ihren bewegungsarmen, sitzenden Lebensstil sind viele Menschen muskulär schlecht ausgestattet, zudem verändert sich der Bewegungsapparat mit zunehmendem Alter. Sehnen, Bänder und Muskeln verlieren an Elastizität.** Die Körperkraft lässt nach und ein Teil der Muskelmasse wird durch Fettgewebe ersetzt.**** An zwei oder mehr Tagen in der Woche empfiehlt sich deshalb auch Krafttraining für alle großen Muskelgruppen. Insbesondere für sturzgefährdete oder ältere Menschen sind auch Balanceübungen wichtig, so Dr. med. Walther. „Eine Bewegungseinheit sollte mindestens zehn Minuten dauern. Selbst wenn die Aktivität nicht intensiv ist, nutzt sie der Gesundheit: Sie verbessert die Muskelkraft, Beweglichkeit, Knochengesundheit und Mobilität.“

Turbo für Stoffwechsel und Haut

Eine weitere Folge des Alterns ist der ab dem 40. Lebensjahr um je nach genetischer Veranlagung bis zu 15 Prozent verlangsamte Stoffwechsel. Kalorien werden langsamer verbrannt, Fettpolster schneller angesetzt.***** Die Haut wird mit steigenden Alter schlechter durchblutet, trockener und faltig. Sie verliert wie das Knorpelgeweben an Elastizität.**** „Sport kurbelt die Fettverbrennung an“, so Dr. med. Walther. „Figur und Aussehen verbessern sich.“ Durch das Sporttreiben wird die Haut stärker durchblutet. Outdoor-Aktivitäten sorgen für eine rosige und frische Gesichtsfarbe.

Fröhlich und ausgeglichen dank Sport

Im Alter nimmt der Körper nicht mehr alle Vitamine aus der Nahrung optimal auf. Müdigkeit, Stimmungsschwankungen, Antriebsschwäche und Gedächtnisstörungen sind die Folge. Viele der über 65-Jährigen leiden an Vitamin D-Mangel.**** Sport im Freien wie das Golfen hat den positiven Effekt, dass das Sonnenlicht die Vitamin D-Produktion ankurbelt. „Die Bewegung an der frischen Luft macht Spaß und tut auch der Psyche und dem Nervensystem gut“, betont Dr. med. Walther. Die Durchblutung des Gehirns wird angeregt, was Alterungsprozessen im Hirn vorbeugt: „Durch die Erhöhung des Blutflusses in den Gehirngefäßen verringert sich das Demenz-Risiko. Angststörungen und Depressionen sind seltener“, so die Ärztin. „Scharfsinn und Merkfähigkeit bleiben durch regelmäßige sportliche Aktivität und die damit verbundene bessere Versorgung des Gehirns mit sauerstoffreichem Blut erhalten, Konzentrations- und Koordinationsfähigkeit steigen.“ So trainiert jede Aktion die geistige Leistungsfähigkeit und verbessert die Stresstoleranz. Serotonin- und Dopamin-Spiegel (Entspannungs- und Glückshormon) steigen. „Golfspielen kann depressive Verstimmungen ausgleichen“, ist Dr. med. Walther überzeugt. Zwei Runden Golf pro Woche, ist, wissenschaftlich erwiesen, der beste und angenehmste Weg, etwas für seine Gesundheit zu tun.****** „Ob nun Golfen, Gärtnern oder Radfahren, jede körperliche Aktivität wirkt sich sehr positiv auf die gesamte Gesundheit des Menschen aus und sagt Altersbeschwerden den Kampf an!“, bringt es Dr. med. Walther auf den Punkt.

* de.statista.com
** alter-pflegen.vitanet.de/senioren-gesundheit/aelter-werden/veraenderungen
*** www.focus.de/gesundheit/gesundleben/antiaging/tid-5385/anti-aging-  sport_aid_51459.html
**** www.test.de/medikamente/selbstmedikation/sonst/alter/alter/ursach/
***** www.apotheken-umschau.de/Ernaehrung/Gewicht-Jedes-Jahr-ein-Kilo-mehr-108247.html
****** www.golfauskunft.de/golfen/warum-golf

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