Raus aus der Depression – rauf aufs Grün

Milliardenschwere Seelenschmerzen: Psychische und Verhaltensstörungen belegen heute nach Herz-Kreislauf- und Magen-Darm-Erkrankungen bereits den dritten Platz der Volksleiden. Sie machen mehr als 28 Milliarden Euro der jährlichen Gesundheitskosten aus.* Vor allem die Zahl der diagnostizierten Depressionen steigt.** Doch eine aktuelle Studie der Stress- und Hormonexpertin Dr. med. Petra Sommer belegt, dass Golfspielen den Seelenblues vermeiden und therapieren helfen kann. Die VcG - Vereinigung clubfreier Golfspieler hat nachgefragt.

Weit verbreitet, aber lange Zeit unterschätzt zählen Depressionen heute weltweit zu den häufigsten Formen psychischer Erkrankungen. Oft haben sie fatale Folgen: 40 bis 70 Prozent aller Selbstmorde gehen auf eine Depression zurück.*** Auch Prominente wie Nationaltorhüter Robert Enke und Hannelore Kohl fielen der tückischen Krankheit zum Opfer. Ursache für eine psychische Erkrankung kann eine, meist durch Stress ausgelöste, berufliche oder anderweitige Überlastung sein. „Plötzlich fühlen sich diese Menschen gestresst, obwohl es objektiv betrachtet keinen Grund gibt. Sie haben das Gefühl, in ein tiefes Loch zu fallen, ihr Leben nicht mehr bewältigen zu können“, weiß Dr. Sommer. „Rein medizinisch betrachtet kommt es zu einem Absinken des Serotoninspiegels, also des Entspannungshormons, der Cortisol-Spiegel, das Stresshormon, dagegen steigt“, so die Medizinerin. „Kann der Körper mit dem Stress gut umgehen, bleiben die Hormonwerte im Normalbereich. Manifestiert sich aber ein hoher Cortisol-Spiegel auch in Nicht-Stresssituationen, erkrankt der Mensch.“ Doch Grün statt Schwarz zu sehen, hilft: Mit einer Studie konnte Dr. Sommer belegen, dass das Golfspielen Depressionen vorbeugen kann und eine sinnvolle Therapie-Option darstellt.

Golf macht glücklich

Um den positiven Effekt von Golf auf einen in Schieflage geratenen Hormonhaushalt zu untersuchen, unternahm sie eine umfassende Testreihe. Bei der Studie traten 396 Golfspieler zum Abschlag an,  97 Probanden taten als Referenzgruppe nichts. Das Ergebnis war eindeutig: „Wir konnten nachweisen, dass bei den Golfspielern im Gegensatz zur Referenzgruppe der Cortisol-Spiegel erkennbar sank und Serotonin- und Dopamin(Glückshormon)-Spiegel stiegen! Durch regelmäßiges Spielen normalisiert sich die Hormonlage, so dass depressive Verstimmungen mittelfristig in den Griff zu bekommen sind“, so Dr. Sommer. Der Golfspiel-Stress-Test hat ergeben, dass sich die Werte selbst bei den Probanden verbesserten, die glaubten, dass Golf nichts bewirken kann. „Der Körper reagiert ganz von selbst positiv auf den Sport“, stellt Dr. Sommer fest. Diese glücklich stimmende Wirkung belegt auch eine Umfrage des Deutschen Golf Verbands (DGV): Bei dieser nannten 91 Prozent der befragten Golfer „Spaß“ als herausragende Eigenschaft ihres Sports, 86 Prozent schätzen an  ihm die „Entspannung“ und 68 Prozent die „Geselligkeit“.**** „Golf verbindet auf besondere Weise sportliche mit sozialen Aspekten“, findet VcG-Geschäftsführer Marco Paeke. „Ich bewege mich an der frischen Luft und in der Natur, kann soziale Kontakte knüpfen oder pflegen, Spaß und Geselligkeit erleben – und gleichzeitig Erholung für meinen Körper und meine Psyche tanken.“

Golf für eine gesunde Psyche

Wissenschaftlich erwiesen erkranken Menschen mit geringer körperlicher Aktivität doppelt so häufig an einer Depression wie aktive Zeitgenossen. Regelmäßige körperliche Bewegung wirkt vorbeugend und ist heute auch als Therapie anerkannt, um depressive Symptome zu lindern.***** Die Testergebnisse der Dr. Sommer-Studie zeigen, dass auch Golf eine sinnvolle Therapie-Option ist: „Je öfter gespielt wird, umso besser. Golf macht glücklich und hilft prophylaktisch. Golftraining kann depressive Verstimmungen ausgleichen. Ich glaube, es könnte in psychosomatischen Kliniken viel bewirken“, so die Hormonexpertin. Als eine der ersten bietet bereits die Fachklinik St. Lukas in Bad Griesbach eine Burnout Golftherapie an. Auch für Marco Paeke ist Golfen das beste Antistress-Training. „Ich bin, auch mit Blick auf die Ergebnisse von Frau Dr. Sommer, sicher, dass dieser Sport Gesunden rundum gut tut und psychisch Angeschlagenen oder bereits Erkrankten wieder neuen Schwung geben kann“, so der passionierte Golfer.

* https://www.destatis.de/DE/ZahlenFakten/GesellschaftStaat/Gesundheit/Krankheitskosten/Aktuell.html

** https://www.dak.de/dak/bundes-themen/Trendwende_bei_Burnout-1520516.html

*** Gesundheit in Deutschland aktuell, Robert-Koch-Institut 2012

**** Repucom, Imagestudie Golf, Oktober 2013

***** www.aelter-werden-in-balance.de/bewegung-hilft/depression.html

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