Jung in Schwung

Kennst du das: Tatsächliches Alter hin oder her, auf dem Golfplatz kann dich ein schlechter Tag schon mal ganz schön alt aussehen lassen – aber statt dich zu ärgern, solltest du dem Schicksal lieber ins Gesicht lachen. Du hast allen Grund dazu …

Jung in Schwung. Foto:VcG.Denn Unmut hin oder her, was wirklich zählt ist, dass du golfst, also sportlich aktiv bist und mit jedem Schlag nicht nur deine Scorecard, sondern auch dein Lebenszeitkonto füllst: Sportwissenschaftler des Karlsruher Instituts für Technologie haben jüngst eine Langzeitstudie vorgestellt, die belegt, dass sportlich aktive Menschen motorisch gesehen zehn Jahre jünger sind als all diejenigen, die faul auf dem Sofa liegen. Schon bei lediglich zwei Stunden Sport pro Woche ist das Risiko für Herz- und Kreislauferkrankungen fünfmal geringer als ohne Sport. Mit nur einer 9-Löcher-Runde pro Woche bist du also schon auf der Gewinnerseite. Chapeau!

Sport gilt Online-Quellen zufolge in der Tat als effektivste Anti-Aging-Methode: Die Bewegung hat nachweislich positive Effekte auf altersbedingte Veränderungen, die physische Belastbarkeit und die Gesundheit im Allgemeinen. Körperliche Aktivität steigert die Durchblutung, der Herzmuskel arbeitet aktiver, der Blutdruck sinkt, alle Organe werden besser mit Sauerstoff versorgt. Das Risiko eines Herzinfarkts oder eine koronaren Herzerkrankung verringert sich. Golfspielen gilt unter Experten als ganzheitliches Muskeltraining, als idealer Ausgleich bei einem bewegungsarmen, sitzenden Lebensstil. Selbst wenn die Aktivität nicht intensiv ist, nutzt sie der Gesundheit: Sie verbessert die Muskelkraft, Beweglichkeit, Knochengesundheit und Mobilität.

Und es geht noch weiter: Sport kurbelt zudem die Fettverbrennung an. Figur und Aussehen verbessern sich. Durch das Sporttreiben an der frischen Luft wird die Haut stärker durchblutet. Das sorgt für eine frische Gesichtsfarbe. Das Sonnenlicht fördert die Vitamin D-Produktion und beugt Müdigkeit, Stimmungsschwankungen, Antriebsschwäche und Gedächtnisstörungen vor. Die Durchblutung des Gehirns wird angeregt, das Demenz-Risiko verringert sich. Scharfsinn und Merkfähigkeit bleiben durch regelmäßige sportliche Aktivität und die damit verbundene bessere Versorgung des Gehirns mit sauerstoffreichem Blut erhalten, Konzentrations- und Koordinationsfähigkeit aber auch die Stresstoleranz steigen. Golf spielen gleicht zudem nachweislich depressive Verstimmungen aus und macht glücklich. Jegliche Vorbehalte in deinem Bekanntenkreis oder Kritik an deinem Golfspiel kannst du angesichts dieser schlagenden Argumente mit stolzgeschwellter Brust und einem jugendlichen Lächeln begegnen.

Du fühlst dich trotzdem alt? Dann liegt das vielleicht an deiner Einstellung, denn Anti-Aging beginnt im Kopf, verrät mir das Buch. „Entscheide selbst, wie alt du bist“ von Professor Sven Voelpel. Wie wir altern, ist demnach eine Frage des Selbstbildes und der Einstellung. Wer sich alt fühlt, läuft Gefahr, seine Lebenswirklichkeit dem anzupassen, was er als altersgemäß betrachtet, und sich dadurch einzuschränken. Ein „Ich golfe eh nicht mehr so gut“ oder „Die Jüngeren schwingen viel besser“ kann da schnell zur selbsterfüllende Prophezeiung werden, so der Autor. Sich jung zu fühlen, lässt einen dagegen aktiver bleiben und, wissenschaftlich belegt, sogar über sieben Jahre länger leben. Wie alt wir werden und wie jung wir bleiben, entscheiden wir laut Professor Voelpel selbst mit unserer Lebenseinstellung – aber auch mit unserem Lebensstil. Und da kommt aus den bereits genannten Fakten wieder der (Golf-)Sport ins Spiel.

Golfe und sei stolz darauf – du hast gute Gründe zur Hand. Auf den Punkt gebracht bedeutet schon nur eine 9-Löcher-Runde pro Woche, regelmäßig gespielt, motorisch zehn Jahre jünger sein zu können. Wenn dann noch die Kraft der Gedanken hinzukommt, hast du zudem sieben Jahren mehr Lebens-, sprich Golfspielzeit. Wirst du nicht gerade auch ganz golfkribbelig? Ich muss jetzt jedenfalls los – du ahnst, wohin. :-)

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