In der GOLF-Welt zu HOUSE.

Wer golft, kennt Golf House. 1976 als Golfartikel-Direktversand gegründet ist das Unternehmen heute der größte Golfeinzelhändler in Deutschland (21 Filialen), Österreich (6 Filialen) und Prag (1 Filiale). Entscheidend dazu beigetragen hat Geschäftsführer Frank Ewers, der Golf House mit Geschick sanierte, zum Marktführer in Deutschland machte und nun die Internationalisierung plant. Wir haben mit dem 53-Jährigen über sein Erfolgskonzept gesprochen.

Herr Ewers, Sie sind Handelsfachwirt, haben viele Jahre weltweit als Manager gearbeitet und sind 2004 als Geschäftsführer für Golf House an Ihren Geburtsort Hamburg zurückgekehrt. Wie wurde Ihre Golfleidenschaft geweckt?

Zum Golfen bin ich 1986 in den USA durch Zufall gekommen. Die „Herbergsmutter“ meinte zu meinem Freund und mir: „Geht doch mal golfen“. Ein älterer Golfer nahm uns mit auf die Runde. Nach 18 Löchern waren wir so angefixt, dass wir danach bei jeder Gelegenheit gegolft haben. Es war toll: Wir haben das Spiel als total „easy going“ kennen gelernt. Diese Golf-Begeisterung habe ich mit nach Deutschland genommen – und sie hält bis heute an.

Haben Sie heute überhaupt noch Zeit zum Golf spielen?

Ich bemühe mich, immer ein paar Löcher zu gehen und das klappt recht gut, da wir nah zum Club wohnen. Flightpartner finde ich schnell, denn glücklicherweise habe ich mittlerweile die ganze Familie bis hin zu meinen Eltern mit meiner Golf-Leidenschaft angesteckt. 

Was schätzen Sie am Golfen besonders?

Am Golfen schätze ich die Variabilität des Spiels. Die eigene Leistung, Platz, Flights und Rahmenbedingungen sind immer wieder neu. Es wird nie langweilig. Zudem fasziniert und frustriert mich die Komplexität des Bewegungsablaufs. Ich habe sehr viele Sportarten ausgeübt, aber Golfen ist für mich mit Abstand die anspruchsvollste.  Das reizt mich. Ich habe Handicap 11, nehme mir aber jedes Jahr aufs Neue vor, wieder einstellig zu werden. Leider steht der sportliche Ansporn konträr zum momentanen zeitlichen Aufwand.

Sie haben das Unternehmen aus einer sehr schwierigen Phase zum Erfolg geführt und die weitere Expansion im Blick. Woraus schöpfen Sie Ihre Motivation?

Eine Golf Company führen zu dürfen ist schon sehr cool. Meine Hauptmotivation kommt aber aus dem Unternehmen selbst heraus. Die Arbeit mit einem phantastischen Team.  Die Leidenschaft für den Sport und das Unternehmen spüre ich tagtäglich. Wir haben die gemeinsame Vision, führender Golfhändler Europas zu werden! Das verbindet und ist eine extrem starke Triebfeder. 

Der Golfmarkt stagniert, doch Golf House geht es mit einem geschätzten Marktanteil von 30 Prozent und einen Netto-Umsatz von 54 Millionen Euro in Deutschland recht gut. Was machen Sie besser als andere? 

Seit 2010 haben wir unseren Umsatz in Deutschland verdoppelt. Offenbar trifft Golf House den Nerv des Kunden besser als andere Anbieter. Ich denke, unsere Unternehmensphilosophie „Beraten – Betreuen – Begeistern“ ist der Grund. Der Kunde fühlt sich verstanden und wohl. Unsere 280 Verkaufs-Mitarbeiter sind exzellente Experten, die auf ihn eingehen und ihn bei allen Fragen rund um unser rund 15.000 Artikel umfassendes Sortiment perfekt beraten.  Wir betreuen ihn bei allen Problemstellungen, die auch seine bestehende Ausrüstung betreffen. Der persönliche Austausch ist entscheidend. Hinzukommen unsere umfangreichen Service- und Garantieleistungen. Ziel ist es, den Kunden zu begeistern – und das gelingt uns. 

Sie investieren stark in den stationären Handel. Warum?

Wir sind sowohl on- als auch offline topmodern aufgestellt und haben beide Vertriebs-Kanäle optimal vernetzt, so dass der Kunde jederzeit, wie er möchte, unseren Service wechselseitig nutzen kann. 85 Prozent unserer Kunden kommen aber gezielt in unsere Filialen. Diese liegen oft gut erreichbar in der Peripherie der Städte, weil wir hier größere Verkaufsflächen, gute Parkmöglichkeiten und ein Golf-Erlebnis bieten können, das nicht nur die professionelle Beratung und das Shoppen umfasst, sondern mit Indoor- und Outdoor-Anlagen, Golfsimulatoren und Fitting-Center sowie einer Werkstatt und einer Lounge neue Maßstäbe setzt. Der Kunde kann entspannt in der ganzen Erlebniswelt des Golfs unterwegs sein. Die Summe dieser Leistungen gibt es in dieser Form nur bei uns.

Werden Sie Ihr Erfolgskonzept jetzt auch im Ausland etablieren? 

Das Wachstum ist in Deutschland relativ ausgereizt. Jetzt ist die Frage, ob es in anderen Märkten auch Platz für uns gibt. Österreich war aufgrund der Sprache und Währung relativ unkompliziert. Ein ideales Testfeld für die Internationalisierung bot 2014 unsere erste Filiale in Prag. Wir mussten uns an die Golf-Community und Rahmenbedingungen anpassen. Das wird, egal wohin wir gehen, eine spannende Herausforderung sein.

Vielen Dank für das Gespräch! 

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