Golfregularien 2016: Mehr golfspielende Golfer

Jetzt wird das Golfspielen für Freizeit-Golfer noch attraktiver – dank der neuen, vereinfachten Golfregularien. Die VcG stellt die wichtigsten Änderungen vor.

Das Spielverhalten vieler Golfer hat sich verändert. So nehmen Spieler mit höherem Handicap, laut Deutschem Golf Verband (DGV), immer seltener an vorgabenwirksamen Wettspielen teil, aus Zeitgründen aber auch aus Furcht vor einer Handicap-Verschlechterung.

Das soll sich jetzt ändern: Unter dem Motto „Mehr golfspielende Golfer“ hat der DGV mit dem Europäischen Golf Verband (EGA) erfolgreich eine Vereinfachung der Golfregularien auf den Weg gebracht, die Freizeit-Golfer wieder für das Wettspiel begeistern soll.

Wer wagt, gewinnt

Freizeit-Golfer mit einem Handicap von 26,5 oder höher können jetzt aufatmen: Ihr Handicap wird künftig nach einem schlechten vorgabenwirksamen Spielergebnis nicht mehr heraufgesetzt. Sie können sich nur verbessern oder ihre Vorgabe behalten. „Rund zwei Drittel der Golfer in Deutschland haben ein Handicap von 26,5 oder höher.* Bei der VcG trifft dies sogar auf 85 Prozent der Mitglieder zu“, so VcG-Geschäftsführer Marco Paeke. „Sie riskieren nach den neuen Regularien jetzt keine Verschlechterung ihrer Vorgabe mehr, können also viel entspannter an Wettspielen teilnehmen. Dies ist eine wesentliche Erleichterung, finde ich, und für viele Neugolfer und Gelegenheitsgolfer ein neuer Anreiz, sich an Turnieren zu beteiligen.“

Der Spaß am Spiel bleibt bestehen, auch für Golfer mit einem Handicap von 26,4 oder niedriger: Die Vorgabe dieser eher wettkampforientierten Spieler wird, wie bislang, nach jeder vorgabenwirksamen Runde angepasst, gegebenenfalls auch heraufgesetzt. „Auch für sie hat das Wettspiel also nach wie vor seinen Reiz“, so Paeke.

Mehr Motivation

Neu ist auch, dass Neugolfer künftig mit der Platzreife je nach ihrem erspielten Ergebnis sogar ein besseres Ergebnis als die bisherige Clubvorgabe 54 erzielen können. Genügt ihre Leistung in der Prüfung dagegen den Mindestanforderungen, erhalten sie zunächst den Status „PR“ in ihrem Stammblatt und auf ihrem DGV- oder VcG-Ausweis, aber nicht mehr automatisch wie bisher die Clubvorgabe 54. Ihr Elan und ihre Motivation sind gefragt, denn ihr erstes Handicap müssen sich die Golfeinsteiger jetzt, wie „richtige Golfer“, so Paeke, erspielen – zum Beispiel durch ein vorgabenwirksames Wettspiel (Turnier) oder durch eine von einem Pro begleitete Runde.

Erweitertes EDS-Angebot

Auch vorgabenwirksame Privatrunden (Extra Day Scores) können für das Handicap relevant sein. Diese EDS-Runden können nur in Deutschland und in einem DGV-Club gespielt werden. Dies muss aber nicht mehr wie bisher der Heimatplatz sein. VcG-Mitgliedern erlauben die neuen Regularien es nun, EDS-Runden unterjährig auch auf verschiedenen Golfplätzen zu spielen. Nach wie vor gilt: Die Privatrunde ist nur vorgabenwirksam, wenn sie vor ihrem Beginn im Clubsekretariat registriert wurde und der Club nach der Runde das Ergebnis an den DGV oder, bei VcG-Mitgliedern, an die VcG übermittelt.

Freizeit-Golfer werden es zudem sehr begrüßen, dass als Zähler bei einer EDS-Runde jetzt auch Spieler mit einem Handicap von 37 bis 54 agieren dürfen. So können, das Einverständnis der betreffenden Golfanlage vorausgesetzt, auch zwei Golfanfänger gemeinsam eine EDS-Runde spielen, sich gegenseitig zählen und ihr Handicap verbessern. Durch eine EDS-Runde kann jetzt sogar die Vorgabe 36 erlangt werden. Sie ist Voraussetzung für viele anspruchsvolle Plätze und Turniere.

„Immer mehr Golfer haben weniger Zeit für vorgabenwirksame Wettspiele zu festgelegten Terminen. Die Erweiterung des EDS-Angebots gibt ihnen jetzt die Chance, an einem von ihnen gewählten Termin eine vorgabenwirksame Runde zu spielen“, so Paeke. „Das ist ideal, vor allem für Golfeinsteiger, die noch den Zeit- und Leistungsdruck eines Turniers scheuen, aber dennoch an einer Verbesserung ihres Handicaps arbeiten wollen.“

Vereinfachte Rückkehr

Auch die Rückkehr zum Golfsport wurde erleichtert: Für die Wiederzuerkennung einer für länger als ein Jahr nicht geführten Vorgabe (zum Beispiel nach einem Clubaustritt oder dem Wechsel von einer aktiven in eine passive Mitgliedschaft) reicht jetzt das Ergebnis einer vorgabenwirksamen Runde über 18 Löcher. Es können auch zwei Runden über 9 Löcher sein, diese dürfen aber, so die VcG,  nicht an einem Tag gespielt werden. Entscheidend ist: Es sind nicht mehr drei Ergebnisse wie bislang notwendig, um eine Vorgabe wieder zuerkannt zu bekommen.

„Diese Vereinfachung macht den Wiedereinstieg in den Golfsport jetzt viel schneller und unbüro-kratischer“, so VcG-Geschäftsführer Marco Paeke. „Wir begrüßen die neuen Golfregularien, denn sie reduzieren die Hürden für Golfer, bringen wieder mehr Spaß ins Spiel und sind deshalb ein wichtiger Schritt hin zu mehr golfspielenden Golfern!“

Infos unter: www.golf.de/publish/regeln/vorgabensystem/aenderungen-ab-2016/news/60107303/auf-einen-blick

*http://www.golf.de/publish/regeln/vorgabensystem/aenderungen-ab-2016/news/60107297/keine-rundengenauen-heraufsetzungen-ab-hcp-26-5

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