Golfer leben länger

Die Vereinigung clubfreier Golfspieler (VcG) hat Kardiologen, Sportmediziner und Physiotherapeuten zum Thema „Golf und Gesundheit“ befragt und erfuhr: Regelmäßiges Golfen bringt mehr Leben(sfreude).

Burnout-Killer, Lebenselixier, Jungbrunnen – dem Golfsport wird viel Gutes nachgesagt. Unbestritten ist Golfen weit mehr als ein unterbrochener Spaziergang: „Golfspielen gilt als gutes und moderates Herz-Kreislauftraining für Menschen jeden Alters“, so Golf-Physiotherapeutin Anja Rietmann. „Wer rastet, der rostet – wie wichtig es ist, in Schwung zu bleiben, ist heute allgemein bekannt“, so VcG-Geschäftsführer Marco Paeke. „Bewegung hält körperlich und mental fit. Gerade Golfen ist als Ausgleich zum Arbeitsalltag ideal. In der Natur lässt es sich wunderbar abschalten. Die Ruhe auf dem Golfplatz entspannt erstklassig.“ Kardiologe und Sportmediziner Prof. Dr. Herbert Löllgen verweist zudem auf die lebensverlängernde Wirkung des Golfens: „Bemerkenswert ist eine große Studie aus Schweden*, wonach regelmäßig Golf Spielende eine längere Lebenserwartung haben als Nicht-Sportler!“ Die Wissenschaftler in Stockholm stellten fest, dass ältere Golfer ein 40 Prozent geringeres Sterberisiko haben als nicht golfende Altersgenossen. Wer im Alter regelmäßig golfe, lebe im Durchschnitt fünf Jahre länger, so das überraschende Ergebnis.

Rundum fit dank Golf

„Golfen ist durchaus eine Alternative zu Sportarten wie Nordic Walking, Wandern oder Schwimmen“, betont Dr. Löllgen. Auf einer 18-Löcher-Runde ist der Golfer bis zu fünf Stunden an der frischen Luft unterwegs. Dabei legt er bis zu zehn Kilometer zurück und schlägt rund 100 Mal, so PGA Master Professional Peter Koenig. Die Sauerstoffaufnahme steigt während eines Spiels auf das Zwei- bis Vierfache an. Während einer 18-Löcher-Runde werden rund 1.500 Kilokalorien verbraucht – mehr als in zwei Stunden Tennis (rund 960 Kilokalorien) oder einer Stunde Joggen (rund 700 Kilokalorien). Der Cholesterinspiegel sinke um durchschnittlich 15 Prozent, das Körpergewicht um ein Kilogramm. Golf wirkt positiv auf die gesamte Körpermuskulatur und aktiviert den Muskel- und Fettstoffwechsel.**

Golf zur Prävention

Golfen kann zudem körperlichen Beschwerden vorbeugen, weiß Dr. Löllgen: „Golfspielen ist durchaus eine Sportart mit präventivem Charakter, einige Kardiologen setzen Golfen auch in der Rehabilitation ein.“ Es gilt allerdings wie bei jedem Sport: Erst die Regelmäßigkeit bringt die positiven Effekte zutage. Drei Mal in der Woche sollte man sich schon Zeit nehmen und die Ausdauer durch zügiges Gehen beim Golfen oder auch durch Radfahren, Schwimmen oder Rudern trainieren. Auf dem Grün werden die Muskeln und die Beweglichkeit gestärkt, auch aus allgemeinärztlicher und orthopädischer Sicht ist ein gesundheitlicher Effekt durch regelmäßiges Golfspielen zu verzeichnen. „Der Sport bietet eine moderate Beanspruchung verschiedener Bereiche“, sagt Sportwissenschaftler Dr. Holger Herwegen. „Neben Kreislauf und Atmung wird insbesondere die Rumpfmuskulatur und somit die Haltung trainiert. Auch d ie Kognition – also die Funktionen des Gehirns – wird geschult. Somit vermag der Golfsport auch das Nervenkostüm zu stärken.“ „Bei einem optimierten Golfschwung und somit guter Technik wird das Verletzungsrisiko gering gehalten. Der Golfsport führt insgesamt zu einer Steigerung des Wohlbefindens und der Fitness und eignet sich somit auch zur Erhaltung der Beweglichkeit und der geistigen Fitness im Alter“, weiß Rietmann. Golf hat sich zur Kräftigung und Zunahme der Beweglichkeit der Haltemuskulatur der Wirbelsäule bewährt. Regelmäßiges Training der Bauch- und Rückenmuskulatur stelle die beste Vorbeugung gegen Rückenschmerzen dar, betont Herwegen.

Entspannt und glücklich auf dem Grün

Jede Aktion auf dem Golfplatz trainiert auch die geistige Leistungsfähigkeit und die mentale Stärke, wie Dr. Rita Trettin, Ärztin, Psychologin und Stress-Managerin, weiß: „Zur aktiven Stressbewältigung eignen sich Sport oder Entspannungsrituale hervorragend.“ Diese beiden Aspekte verbindet der Golfsport miteinander. Und noch mehr als das: Wie eine Studie von Dr. med. Petra Sommer*** belegt, macht Golf sogar glücklich, denn der Cortisol-Spiegel sinkt beim Golfspielen erkennbar, Serotonin- und Dopamin(Glückshormon)-Spiegel steigen. Golf kann Positives in Bezug auf Stress und Burnout-Erkrankungen bewirken, so Dr. Sommer. VcG-Geschäftsführer Marco Paeke bestätigt: „Golf macht den Kopf frei und ist das beste Anti-Stress-Training.“ Der Spaß an der Bewegung, reichlich frische Luft und die sozialen Kontakte, die man auf dem Grün unweigerlich knüpft, machen Golf zu einem ausgewogenen, ganzheitlichen Breitensport. „Einsame, antriebslose Menschen sind seltener glücklich. Umso schöner und belebender ist es, gemeinsam mit anderen beim Golfen aktiv zu sein und etwas für sich zu tun“, so Paeke. „Die Ärzte bestätigen die Erfahrung von uns Golfern: Golf ist ein Sport, der Körper und Seele gut tut – und für mehr Lebensfreude sorgt!“

* Studie des Karolinska-Instituts Stockholm, Scandinavian Journal of Medicine & Science in Sports (5/2008)
** „Golf aus sportmedizinischer Sicht“, Autor: Dr. med. Wolfgang Lemken, siehe www.golfplus.de
*** Ergebnis der Studie „Einfluss eines moderaten Golftrainings auf den Cortisol-, Serotonin- und Dopamin-Spiegel“ von Dr. med. Petra Sommer, (2012)

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