Es hat mich erwischt.

Folge deinem Herzen. Für die Liebe ist kein Weg zu weit – auch nicht im Golfsport! Wenn du ein Golf Lover bist, weißt du, wovon wir sprechen. Golf ist nicht einfach nur ein Sport, es ist eine Leidenschaft. Auch unsere Gast-Autorin Yvonne de Bark kann davon aus eigener Erfahrung berichten.

Es hat mich erwischt. Foto: Yvonne de Bark.Bin ich süchtig? Hat es mich erwischt? Will ich es immer und immer wieder? Ist mein erster Gedanke, wenn ich die ersten Sonnenstrahlen auf meiner Haut spüre: „GOLFEN! JETZT!“? Es kann sein, dass es tatsächlich Anzeichen gibt: Andere lassen sich von ihrer Familie anlachen, ich von einem Loch.

Ich habe eine tolle Familie. Wirklich! Zwei wunderbare pubertierende Kinder, die ich über alles liebe. Eine Zwillingsschwester, tolle Brüder und grandiose Eltern. Aber der Home-Bildschirm meines Smartphones straft mich dieser Aussage Lügen. Dort lacht mich nämlich ein schwarzes kleines Loch inmitten eines bestens gepflegten, kurz rasierten Grüns an. Das allein reißt noch keinen Golfer aus den Noppenschuhen. Aber es gibt zwei weitere Merkmale auf diesem Foto, die es zu einem besonderen Foto machen. Das erste ist die Pitchmarke knapp einen Meter vom Loch entfernt, deren Tiefe vermuten lässt, aus welch großer Entfernung der Schlag gekommen sein muss. Bei jeder Gelegenheit zeige ich stolz das Foto und seufze verliebt „Das war ein Par 3“. Je ehrfürchtiger der betrachtende Golfspieler reagiert, desto mehr genieße ich den Ruhm und schweige geflissentlich bei einem geflüsterten „Ein hole in one???“ Erst, wenn ein pfiffiger Betrachter die Augen konzentriert auf einen kleinen, weißen Punkt im hinteren Bereich des Fotos richtet und fragt: „Ist das da hinten ein Ball? Da ganz hinten auf dem Grün?“, dann stecke ich verschämt das Handy weg und murmele anerkennend: „Gratuliere, du hast den Fehler gefunden.“ Fortsetzung folgt.

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