Deutschland hat die meisten Golfspielerinnen

Im europäischen Vergleich zeigt sich das Land der Dichter und Denker im Golfsport besonders fortschrittlich: Gemessen an dem Anteil der Golfspielerinnen belegt Deutschland unter den zehn größten Golfnationen Europas den ersten Platz.

Vom Kochtopf an den Golfschläger: Rund 37 Prozent der knapp 640.000 registrierten Golfer in Deutschland sind, aktuellen Statistiken des Deutschen Golf Verbandes (DGV) zufolge, weiblich.* Deutschland liegt damit im europäischen Vergleich auf dem ersten Platz – weit vor klassischen Golfdestinationen wie Schottland (12,4 Prozent) und England (13,9 Prozent). Auch Nationen wie Dänemark (28,7 Prozent), die Niederlande (31,9 Prozent) oder Schweden (26,0 Prozent) können nicht mithalten.** „Im Frauen-Golf ist Deutschland im europäischen Vergleich überraschend fortschrittlich“, erklärt VcG-Präsident Dr. Wolfgang Weikert. „Aber das Potenzial ist noch nicht ausgeschöpft!“ Der Solheim Cup könnte wichtige Wachstumsimpulse geben: Bei dem golfsportlichen Mega-Event treten die jeweils 12 besten Golfspielerinnen Europas und der USA ge-geneinander an. Das Turnier wird in 140 Länder übertragen und findet vom 18. bis 20. September 2015 erstmals in Deutschland statt. „Die VcG ist davon über-zeugt, dass der Solheim Cup das mediale, politische und öffentliche Interesse hierzulande verstärkt auf den Golfsport lenken wird“, so Dr. Weikert. „Als offizieller Förderer sehen wir das Großereignis als Chance, Neugierde zu wecken und noch mehr Frauen für den Golfsport zu begeistern.“

Golf ist für Frauen attraktiv

Warum Golf besonders für Frauen interessant ist, hat sich die VcG von PGA Master Professional Peter Koenig erklären lassen. Der ehemalige Trainer der Damen-Nationalmannschaft des DGVs weiß, was Frauen am Golfen schätzen. „Es ist vor allem der Mix aus Entspannung, Fitness und dem gemeinsamen Erlebnis, der Golf so faszinierend macht.“ Hinzu kommt, dass beim Golfsport nicht die Muskeln entscheiden: „Da Frauen naturbedingt rund zwei Drittel weniger Muskelmasse und dadurch weniger Kraft haben als Männer, müssen sie diesen Umstand durch eine ausgefeilte Technik kompensieren. Frauen sind, nach meiner Erfahrung, beim Erlernen des Golfsports und dem anschließenden Üben disziplinierter als Männer. Sie verfolgen ihre Aufgaben konsequenter“, stellt Peter Koenig fest. „Dadurch, dass Frauen in der Regel kürzere Schläge machen als Männer, geraten sie seltener in schwierige Situationen. Golferinnen spielen meist schneller, da sie nicht so häufig ihre Bälle suchen müssen!“ Frauen sind oft ruhiger, konzentrierter und in Punkto Theorie gewissenhafter als Männer. Das kommt ihnen auf dem Golfplatz zugute. Und, was Frauen ebenfalls schätzen, ist das soziale Miteinander auf der Runde: „Denn Golf ist eine der kommunikativsten Sportarten überhaupt“, so Peter Koenig. 

Schwung für das weibliche Geschlecht

Ob Schnupper- oder Platzreifekurse, Firmenveranstaltungen auf dem Golfplatz oder sportliche Auszeit zu Zweit: Die immer vielseitigeren Angebote der Golfclubs und -anlagen machen den Golfsport auch für Frauen attraktiv. Zahlreiche Golfplät-ze bieten inzwischen auch kurze Runden an. Die gelockerten Dresscodes, schicke Golfmode und das wachsende Angebot an Equipment für Frauen bringen das weibliche Geschlecht in Schwung. Beim Golfen muss der Konkurrenzgedanke nicht im Vordergrund stehen. Denn unterschiedlich erfahrene Partner können miteinander gleichberechtigt spielen und selbst als Einsteiger Spaß auf dem Grün haben. „Ob allein, mit dem Partner oder Freundinnen: Die Zeit auf dem Golfplatz blendet den Alltag aus und sorgt schlagartig für Entspannung“, so VcG-Geschäftsführer Marco Paeke. „Wir hoffen, dass der Solheim Cup als mediales und emotionalisierendes Mega-Event noch mehr Frauen auf die Idee bringen wird, selbst einmal zu Schläger zu greifen und das Golf spielen auszuprobieren.“

* Statistik Deutscher Golf Verband (DGV), 31.12.2014
**European Golf Association (EGA) 2015

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