Bienvenu!

Der Sommer ist da und mit ihm die Reiselust. Wie wäre es mit einer Fahrt in die Grande Nation, zum Beispiel nach Paris? Aber bitte nicht ohne Golfschläger im Gepäck. Rund um die Lichterstadt ballen sich einige der besten Plätze Frankreichs, darunter der beste von allen – Le Golf National.

Reisebericht Paris. Foto: Givaga/iStock. Ganz Paris träumt ...

Nein, die Liebe ist es nicht, die Paris zurzeit in Atem hält. Von Bistro bis Golfclub – alle reden über den Ryder Cup. Was für eine Ehre, die Weltelite zu Gast zu haben. Rund um die Stadt an der Seine finden sich die schönsten Anlagen. Wie wär’s mit einer kleinen Testreise? Die Zeit ist gerade günstig, die guten Gründe für die Reise sind vielfältig. Viele fahren wegen der Frauen nach Paris. Die Mona Lisa, diverse Venusse, die kleinen Pariserinnen. Andere wegen der Männer – Napoleon, diverse Louisse, Monsieur Macron. Wieder andere wegen der Kunst, Kultur, Kulinarik oder der Kinder – Disneyland und wahrscheinlich mehr Escape Rooms als in jeder anderen europäischen Hauptstadt. Die wenigsten kommen auf die Idee, die Golfschläger mitzunehmen. Das ist falsch. Mitten im nervenkitzelnden Gewusel rund um die Place Charles-de-Gaulle oder im Stau auf den Ausfallstraßen kann man sich zwar nur schwer ruhige grüne Golfoasen vorstellen, aber es gibt sie. Manche sind sogar mit der Metro oder den Vorortzügen zu erreichen – ein Unterfangen, das man in der Rush Hour allerdings lieber aufgeben sollte.

Offen für Greenfee-Spieler

In der guten alten Zeit, als Golf noch eine ziemlich elitäre Angelegenheit war, waren meine Pariser Favoriten allesamt Heilige: Saint Cloud, Saint Nom La Breteche, Saint Germain und Saint Marc. Leider hat gerade der Golfboom in Frankreich dazu geführt, dass diese Clubs (bis auf den Golf de Saint Marc) Gäste nur noch in Mitgliederbegleitung zulassen. Ausnahme sind die französischen Sommerferien. Wenn in diesem Jahr die Pariser zwischen dem 8.7. und dem 31.8. fluchtartig die Stadt verlassen haben, öffnen viele private Clubs ihre Pforten für Greenfee-Spieler. Dazu gehört auch der renommierte Racing Club de France mit der 45-Löcher-Anlage La Boulie, wirklich beindruckende Plätze mit einem ebenso formidablen Clubhaus, den Preis wert. Apropos – billig sind die erwähnten Golfziele meist nicht. Wenn Geld keine Rolle spielt und du in den Ferien gerade keine Zeit hast, kannst du zwölf private Top-Anlagen auch über PrivateCaddie buchen, mit Caddie ab 350,– Euro pro Runde.

Reisebericht Paris. Foto: isogood/iStock. Golfen wie die Profis

Auf den Spuren des Ryder Cups zu wandeln, beziehungsweise da, wo die Spuren einmal sein werden, ist einfacher. Le Golf National hat nichts gegen Greenfeespieler, wenn sie 200,– Euro für den RC-Albatros-Course berappen. Spartipp I: Der Schwesterplatz Aigle ist ähnlich angelegt, ebenso gepflegt und fast ebenso schwierig. Er war aber nicht mit der Open de France im Fernsehen und kostet deshalb nur 77,– Euro (WT) / 92,– Euro (WE). Spartipp II: Buchst du zwischen Freitag und Sonntag eine Übernachtung mit Frühstück sowie eine Runde Golf im angeschlossenen Novotel Saint Quentin, kommst du für 210,– Euro (p.P./DZ) auf den Ryder Cup-Platz. Lohnt sich das? Nun, Course und Service sind wirklich exzellent, die letzten fünf Löcher eine echte Challenge und Mann kann sich seine Schuhe in derselben komfortablen Umkleide zubinden wie Bubba Watson oder Justin Rose. Frau hat davon leider nichts, sie schwitzt in einem eher kargen und düsteren Raum. Der Course schließt ab 1.9.2018, um das Gelände für das Golfevent vorzubereiten.

Nicht immer nur teuer

Zum Berühmtheitsaufpreis zahlen Ausländer um Paris manchmal noch einen deftigen Aufschlag, weil sie keine Karte des französischen Golfverbands haben. Aber es geht auch anders. Nehmen wir zum Beispiel meinen vierten Heiligen, den schönen wilden Golf de Saint Marc. 18 Löcher, enge Fairways, dichter Wald, üppige Natur und Hügel, die schon da waren, ehe der erste Shaper überhaupt ans Werk ging. 37,– Euro (WT) / 67,– Euro (WE) zahlst du für ein wenig Links Style (muss um Paris herum offenbar sein) und viel natürliches Gelände einschließlich respektabler Wasserhindernisse. Die Herzlichkeit des Personals ist eher wohltuend französisch als distanziert pariserisch, die Gastronomie typisch. So wie Saint Marc gibt es noch eine ganze Reihe spielenswerter Plätze rund um die französische Hauptstadt, darunter die 9-Löcher-Anlagen Golf Blue Green Rueil Malmaison, Golf de Gif Chevry und La Marsaudiere.

Familientipp: Eine (Miet-)Nanny geht mit den lieben Kleinen ins Disneyland, während Papa und Mama eine Runde auf dem Disneyplatz drehen. Außerhalb der Hochsaison gibt es attraktive Eintritts- /Golf-/Übernachtungsangebote!

Belles vacances en France!

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