Prüfungsordnung

der Vereinigung clubfreier Golfspieler im Deutschen Golf Verband e. V.
vom 28. Januar 2014

Die Platzreife wird durch die erfolgreiche Teilnahme an der von der VcG durchgeführten DGV-Platzreife-Prüfung erworben. Daneben erkennt die VcG Platzreifezertifikate Dritter an, soweit die Platzreifeprüfung nach den Kriterien der DGV-Platzreife abgelegt wurde und der Aussteller über eine entsprechende Lizenzvereinbarung mit dem DGV verfügt. Über die Akzeptanz anderer Platzreifezertifikate wird nach Einzelfallprüfung entschieden.

Anforderungen und Verlauf der  DGV-Platzreife-Prüfung
Durch das Bestehen der DGV-Platzreife-Prüfung weist der Golfspieler grundlegende Regel- und Etikettekenntnisse sowie golferische Spielfertigkeiten nach; dies wird mit einem Platzreifezertifikat bestätigt. VcG-Mitglieder erhalten mit Bestehen der Prüfung die Clubvorgabe -54.

Inhalt
Die DGV-Platzreife beinhaltet neben einem theoretischen und einem praktischen Prüfungsteil, die unabhängig voneinander bewertet werden, auch einen Demonstrationsteil, in dem die wichtigsten Verhaltensregeln dargestellt werden. Um die DGV-Platzreife zu erhalten, müssen beide Prüfungsteile bestanden werden. Die DGV-Platzreife befasst sich inhaltlich mit allen Bereichen, mit denen sich ein Golfspieler auf einem normal frequentierten Golfplatz auseinandersetzen muss:

  • Den Spielablauf in angemessener Geschwindigkeit so zu gestalten, dass der Spielfluss anderer Spielgruppen und der Rhythmus der eigenen Mitspieler nicht aufgehalten wird.
  • Respektierung und Anwendung der Golfregeln und Etikette; rücksichtsvolles Verhalten gegenüber Mitspielern, vorausgehenden und nachfolgenden Spielern.

I. Verhalten auf dem Platz
Demonstration der wichtigsten Verhaltensregeln auf dem Golfplatz durch das VcG-Prüferteam.

II. Theoretischer Teil
Der theoretische Teil wird im Multiple-Choice-Verfahren (Ankreuzen, vgl. Führerscheinprüfung) durchgeführt, um die Regel- und Etikettekenntnisse des Teilnehmers sicherzustellen.

Insgesamt werden 30 Fragen gestellt, davon 12 Etikette- und 15 Regelfragen sowie 3 allgemeine Fragen zum Golfsport. Maximale Dauer des Theorieteils: 30 Minuten.

Bei diesem Abnahmeteil dürfen außer dem offiziellen Regelbuch des Deutschen Golf Verbandes keine Hilfsmittel verwendet werden. Der theoretische Teil ist bestanden, wenn 10 Etikettefragen, 11 Regelfragen und 1 allgemeine Frage vom Teilnehmer richtig beantwortet wurden.

III. Praktischer Teil
In dem praktischen Teil werden 9 Löcher auf dem Golfplatz gespielt. Dieser Teil findet auf einem Golfplatz (9- oder 18-Löcher, nicht auf einem Kurzplatz) als Stablefordspiel statt. Die Teilnehmer absolvieren 9 Spielbahnen und füllen dabei die Zählkarten aus. Die 6 besten Spielbahnen werden gewertet. Dabei müssen mindestens 12 Stableford-Punkte erreicht werden, um den praktischen Teil zu bestehen (entspricht der Vorgabe -54). Zeitlicher Rahmen: Die Richtzeit liegt bei 2 Stunden und 20 Minuten für 9 Spielbahnen.

Ein Protest gegen die Prüfung kann nur am Tag der Prüfung bei dem Prüfungs­leiter erfolgen. Die Entscheidungshoheit liegt vor Ort beim Prüfungsleiter. Spätere Proteste werden nicht anerkannt.

Bei Nichtbestehen des theoretischen oder praktischen Teils hat der Teilnehmer die Gelegenheit, den nicht bestandenen Teil innerhalb eines Jahres gegen entsprechende Gebühren zu wiederholen und zu bestehen, andernfalls verfällt der bereits bestandene Teil.

Der VcG-Prüfungsleiter bestimmt den Ablauf bzw. die Reihenfolge der Prüfung.

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