Informationen zum World Handicap System (WHS)

Die Neuerungen im Überblick

Seit dem 01.01.2021 gilt auch in Deutschland das weltweit eingesetzte World Handicap System mit neuen Handicap-Regeln. Es ist international einheitlich und außerdem vorteilhafter, als das alte EGA-Vorgabensystem, da es die aktuelle Spielstärke genauer wiedergeben kann.

Auf den ersten Blick sicher noch ungewohnt: die Berechnungsmethode. Der sogenannte Handicap-Index ist der Mittelwert der besten acht aus Ihren letzten zwanzig Handicap-relevanten Ergebnissen.
Die Neuberechnung dieses Durchschnittswertes nach jeder Runde ermöglicht eine direktere Feststellung Ihrer aktuellen Spielstärke. Ausreißer im Positiven werden geglättet und negative fallen in der Regel nicht ins Gewicht.

Im Gegensatz zum EGA- Vorgabenstammblatt gibt es nun zwei verschiedene Darstellungen: den Scoring Record und das Handicap-History-Sheet.
Währende der Scoring Record nur die letzten acht handicap-relevanten Ergebnisse enthält, sind im Handicap-History-Sheet alle Turnierergebnisse aufgeführt.
Bei weniger als zwanzig Ergebnissen wird Ihr Handicap-Index auf einer geringeren Datenbasis kalkuliert. (siehe dazu die Tabelle weiter unten)       

Mit der Einführung des WHS verliert die bisherige EGA-Vorgabe ihre Gültigkeit. Damit entfallen auch die Vorgabenklassen. Dies hat zur Folge, dass Spieler:innen der ehemaligen Vorgabenklasse 1 ebenfalls Handicap-relevante Privatrunden (RPR) spielen und an Neun-Löcher-Turnieren teilnehmen können.
Insbesondere bei Vielspieler:innen kommen die Vorteile des WHS zum Tragen. Je mehr Ergebnisse erspielt werden, desto genauer gibt der Handicap-Index die aktuelle Spielstärke wieder.
Weiterhin sind mit der Einführung des WHS alle Einzel-Zählspielturniere (auch Stableford) von Mai bis September Handicap-relevant. In Deutschland erspielte Ergebnisse werden wie gewohnt automatisch per Software erfasst und fließen in die Berechnung ein.
Nur für die im Ausland erzielten Ergebnisse müssen Sie selbst die Informationen an die VcG übermitteln.

Kurz gesagt: Nur die besten acht der letzten zwanzig Ergebnisse beeinflussen Ihren Handicap-Index, die zwölf schlechteren Runden werden nicht berücksichtigt.
Wer also viele Handicap-relevante Runden spielt, hat folglich einen sehr passenden Handicap-Index und entsprechend viel Freude auf der Runde.

Anpassungen bei weniger als 20 Ergebnissen im Scoring Record
Anzahl Ergebnisse im Scoring Record Zur Berechnung des Score Differential verwendete Werte Anpassung
1 der niedrigste -2,0
2 der niedrigste -2,0
3 der niedrigste -2,0
4 der niedrigste -1,0
5 der niedrigste keine
6 Durchschnitt der niedrigsten 2 -1,0
7-8 Durchschnitt der niedrigsten 2 keine
9-11 Durchschnitt der niedrigsten 3 keine
12-14 Durchschnitt der niedrigsten 4 keine
15-16 Durchschnitt der niedrigsten 5 keine
17-18 Durchschnitt der niedrigsten 6 keine
19 Durchschnitt der niedrigsten 7 keine
20 Durchschnitt der niedrigsten 8 keine

 

Weitere Informationen rund um das World-Handicap-System findest du auch in unserem Magazin Artikel vom Februar im Interview mit den Kolleg:innen vom DGV oder besuche gerne die Informationsseite des Deutschen Golfverbandes Verbandes unter:

dgv-golf.de